Kostenarten beim Hausbau

Entscheidende Faktoren bei der Kostenzusammensetzung für Einfamilienhäuser.

Baukosten für ein Einfamilienhaus lassen sich natürlich nicht pauschalieren. Diese hängen zu sehr von unterschiedlichen individuellen Anforderungen und Voraussetzungen ab.

Allerdings ist es durchaus möglich, die gesamten Kosten in verschiedene Bereiche zu untergliedern, um davon dann Richtlinien ableiten zu können.

Die Baukosten in Kategorien unterteilen schafft eine bessere Übersicht.

Die Höhe der Baukosten für einen Neubau sind für den angehenden Bauherrn fundamental wichtig. In der Regel kommen die meisten Häuslebauer nicht ohne eine dazugehörige Finanzierung aus. Nicht selten ist das ein Kompromiss aus maximalen Zusagen durch die Bank, Einsparungsmöglichkeiten und persönlichen Wunschvorstellungen. Nicht selten ist der tatsächliche Bedarf dann aber höher als die vereinbarte Finanzierung. Unvorhersehbare Probleme, Änderungswünsche, regionale Besonderheiten oder auch Mängel bei der Bauausführung sind nicht selten der Grund dafür. Daher ist es umso wichtiger, die Kostenplanung schon vorab so detailliert wie nur möglich zu erfassen.

Das klappt am besten, wenn die gesamten Baukosten in wichtige Bereiche unterteilt werden, die dann vor Ort recherchiert und entsprechend individuell angepasst werden können. Dazu haben wir die Baukosten in folgende Bereiche unterteilt:

- Grundstückskosten
- Bauausführung Umfang
- Baunebenkosten
- Elektro- und Sanitärinstallation
- Haustechnik
- Innenausbau
- Innenausstattung
- Außen- und Gartenanlage

Die Grundstückskosten

Bereits die Grundstückskosten sind umfangreich. Neben Eintrag ins Grundbuch und Grunderwerbsteuer gehören dazu auch Kosten, um das Grundstück für den geplanten Bau vorzubereiten. Also Gutachterkosten, etwaige Abrissarbeiten, wenn ein altes Gebäude besteht, eventuell auch Baufällungen.

Haus- und Bauausführung

Die Kosten der Bauausführung variieren natürlich stark nach Größe und Umfang. Es muss aber auch nach der Bauweise wie Holz, Massivbauweise aus Ziegel oder Fertighaus unterschieden werden. Dazu kommen weitere Differenzierungen nach individuellen Architektenhäusern oder Bauplänen, die auch von anderen Bauherren genutzt werden können. Diese sind natürlich erheblich preiswerter, werden aber leider oftmals als "von der Stange" herabgewürdigt. Die Beispiele unter https://www.viebrockhaus.de/massivhaus-bauen/haustypen/einfamilienhaus-bauen.html zeigen aber deutlich, dass auch hier eine herausragende Individualisierung möglich ist und die verschiedenen Modelle vielfältiger nicht sein könnten.

Die Baunebenkosten

Die Baunebenkosten werden oft verschätzt. Eine neutrale Bauüberwachung wird schnell "weggespart", dabei stellt genau diese sicher, dass der Bau gewiss mängelfrei entsteht. Durchschnittlich sind es immerhin bis zu 20 Mängel, die entsprechende Verbände errechnet haben. Zu den Nebenkosten gehören aber auch alle Behördenkosten für Bauanträge, für alle notwendigen Versicherungen und natürlich die Erschließungskosten. Die Versicherungen sind teilweise Pflicht, teilweise freiwillig. Aber auch hier gilt es nach den tatsächlichen Bedürfnissen ehrlich abzuwägen.

Kosten für Haustechnik, Elektro- und Sanitärinstallation

Die Kostenunterschiede bei der Sanitärinstallation bewegen sich in einem überschaubaren Rahmen, nicht so aber die Kosten der Elektroinstallation. Insbesondere moderne Elektrotechnik wie KNX oder Smart Home sind durchaus spürbare Kostenfaktoren. Sie erfordern Weitblick und stellen eine Investition in die Zukunft dar. Bei der Haustechnik muss ebenfalls gut recherchiert und geplant werden. Ausgereifte Technik ist oftmals deutlich günstiger, nach 10 oder 20 Jahren aber vielleicht nicht mehr modernisierungsfähig. Dazu kommt der Umfang der Haustechnik, ob erneuerbare Energiekonzepte mit eingeschlossen werden sollen oder nicht. Aber auch andere Abweichungen wie der individuelle Kachelofen bedeuten natürlich zusätzlich Kosten.

Innenausbau und Innenausstattung

In diesem Bereich gibt es nach oben im Prinzip keine Grenze, sehr wohl aber bei den finanziellen Mitteln des Bauherrn. Die Kosten für ein Einfamilienhaus unterscheiden sich je nach Hausausstattung hier besonders gravierend. Einerseits soll für ein Leben gebaut werden, andererseits steigt mit der Qualität auch der Preis. Fliesen aus einfacher Keramik, Feinsteinzeug oder doch Natursteinplatten? Massivholz oder Kunststoff bei Türen und Fenstern? Individuelle Holz- oder Betontreppe aus Fertigbauteilen? - Letztendlich soll für ein Leben gebaut wenden. Allerdings steigt mit Qualität und vielen Extras auch der Preis.

Kosten für die Garten- und Außenanlage

Die Kosten für die Garten- und Außengestaltung werden immer wieder auf später verschoben. Eine Garage verursacht natürlich andere Kosten als ein einfacher Stellplatz oder ein Carport. Erfahrungsgemäß werden das aber Arbeiten und Gewerke, die länger als ursprünglich geplant geschoben werden, sollten sie bereits bei der Finanzierung ausgeklammert werden.

Fazit: umfassend informieren und beraten spart die meisten Kosten

Gerade als Bauherr des eigenen Einfamilienhauses sind die meisten angehenden Hausbesitzer absolute Laien. Nicht selten ist nach der Fertigstellung zu hören, was man jetzt nicht alles anders machen würde und wie viel Geld sich so sparen ließe. Dabei ist es am wichtigsten, sich gut, ausführlich und neutral beraten zu lassen. Diese Beratungen sollten schon mit der ersten Idee des Selberbauens wahrgenommen werden. Eine neutrale und unabhängige Bauberatung mit Bauüberwachung ist oft der Schlüssel, zusammen mit attraktiven und durchdachten Angeboten zu Bauplänen, gegebenenfalls Architekten und Bauunternehmen.


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